Warum Einsamkeit eine soziale und demokratische Herausforderung ist

Berlin hat schon immer vielen Menschen die Freiheit geboten zu leben, wie sie leben möchten und das Gefühl, akzeptiert zu sein. Die Anonymität der Großstadt schafft Räume, in denen Vielfalt selbstverständlich ist. Doch genau diese Freiheit kann zur Falle werden. Dort, wo sich niemand einmischt, fehlt oft auch jemand, der sich kümmert. Einsamkeit ist in Berlin längst kein Randphänomen mehr, sondern ein wachsendes Problem mit Folgen für unsere Stadtgesellschaft. Einsamkeit entsteht nicht zufällig, sondern dort, wo Nachbarschaften auseinanderbrechen: in Quartieren ohne soziale Infrastruktur und Treffpunkte, in Schulen mit zu wenig Personal und
zu vielen Herausforderungen, in Stadtteilen, die schlecht angebunden sind und in denen öffentliche Räume kaum Aufenthaltsqualität bieten. Einsamkeit entsteht nicht zufällig, sondern dort, wo Nachbarschaften auseinanderbrechen: in Quartieren ohne soziale Infrastruktur und Treffpunkte, in Schulen mit zu wenig Personal und zu vielen Herausforderungen, in Stadtteilen, die schlecht angebunden sind und in denen öffentliche Räume kaum Aufenthaltsqualität bieten. Die Pandemie, steigende Lebenshaltungskosten, Kriege und globale Unsicherheiten wirken tief in die Kieze hinein. Und trotzdem gibt es hier auch Orte des Zusammenhalts. Nachbarschaftseinrichtungen oder lokale Kulturinitiativen schaffen Begegnungen zwischen Menschen, die sich sonst nie treffen würden. Diese Initiativen zeigen, dass Einsamkeit kein unvermeidlicher Zustand in einer Großstadt ist, sondern dass unsere Kieze Räume und Strukturen brauchen. Eine Stadt, die Einsamkeit ernst nimmt, muss also investieren: in gemischte Quartiere mit bezahlbaren Wohnungen, Schulen der Vielfalt, öffentliche Räume, soziale Strukturen und einen Nahverkehr, der Anbindung an das kulturelle und gesellschaftliche Leben ermöglicht. Einsamkeit ist damit kein privates Problem, sondern eine Frage der sozialen Gerechtigkeit und auch der politischen Verantwortung. Eine Stadt der Freiheit darf niemanden in der Isolation zurücklassen. Denn Demokratie lebt davon, dass Menschen einander begegnen und sich als Teil eines gemeinsamen Ganzen begreifen.



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