Obdachlosenunterkunft Saalestraße: Die Bewohner*innen brauchen Sicherheit und Perspektive (Drucksache 2141/XXI)
Es ist richtig, dass die mutmaßlichen Missstände rund um den Betreiber der Obdachlosenunterkunft Saalestraße 17–18 jetzt vom Bezirksamt geprüft werden. Aber nicht auf dem Rücken der Bewohner*innen, die durch die vom Bezirksamt geplante Schließung ihrer Unterkunft vor der enormen Herausforderung stehen, eine neue Bleibe zu finden – und damit akut von Obdachlosigkeit bedroht wären.
In einem eigenen Antrag (Drucksache 2141/XXI) schlägt die Grüne Fraktion Neukölln einen anderen Umgang mit der Unterkunft vor: Das Bezirksamt soll einen Betreiberwechsel zu einem gemeinnützigen Träger unterstützen, damit die Bewohner*innen vor Ort bleiben können und eine bessere Betreuung bekommen.
„Dass das Bezirksamt mutmaßliche Missstände beim Betreiber der Obdachlosenunterkunft Saalestraße 17–18 untersucht, ist richtig. Aber müssen dafür auch alle 55 Bewohner*innen ausziehen? Wir setzen uns dafür ein, dass vor Ort ein neuer, gemeinnütziger Betreiber gefunden wird und niemand gezwungen ist, von jetzt auf gleich und vielleicht weit weg vom vertrauten Bezirk eine neue Bleibe zu finden.“
– Maïmouna Ouattara, Vorsitzende im Sozialausschuss, Grüne Fraktion Neukölln
Hermannplatz: Jugend stärken – Räume nutzen – Chancen schaffen (Drucksache 2145/XXI)
Ankommen ist mehr als ein Dach über dem Kopf: In der Nähe des Hermannplatzes entstehen zwei neue Unterkünfte für Geflüchtete – auch Kinder und Jugendliche werden dort leben. Damit sie gut ankommen, braucht es in unmittelbarer Umgebung zusätzliche soziale Angebote. Die Grüne Fraktion Neukölln fordert deshalb – gemeinsam mit der Grünen Fraktion Friedrichshain-Kreuzberg – die beiden Bezirksämter in Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg auf, sich beim Senat dafür starkzumachen, dass genau solche Angebote geschaffen werden.
„Im Karstadt-Gebäude am Hermannplatz gibt es leerstehende Flächen. Gleichzeitig entsteht mit zwei Geflüchtetenunterkünften in unmittelbarer Nähe ein großer Bedarf an sozialem Begegnungsraum, an den bisher nur unzureichend gedacht wurde. Wir wollen, dass der Senat hier aktiv wird und Jugendräume in das Gebäude am Hermannplatz einziehen lässt. Nutzen wir diese einmalige Chance und schaffen hier ein Leuchtturmprojekt, das weit über die Bezirksgrenzen hinaus strahlen könnte.“
– Beate Bruker, Vorsitzende der Grünen Fraktion Neukölln und Vorsitzende im Jugendhilfeausschuss
Fünf-Punkte-Plan für den Anita-Berber-Park (Drucksache 2150/XXI)
Mit einem 5-Punkte-Plan setzt sich die Grüne Fraktion Neukölln in einem neu in die BVV eingebrachten Antrag dafür ein, dass der Anita-Berber-Park wieder ein sicherer und lebendiger Ort für alle wird. Gemeinsam mit den Anwohner*innen, mit der für die Fläche zuständigen Autobahn GmbH, sozialen Trägern, der Senatsverwaltung und dem Bundesministerium für Verkehr soll ein Gesamtkonzept entwickelt werden, das soziale und ökologische Bedürfnisse gleichermaßen berücksichtigt.
„Im Anita-Berber-Park brauchen wir einen echten Kraftakt: Nur gemeinsam – Nachbarschaft, Verwaltung und soziale Träger – können wir den Park zu einem Raum machen, in dem sich alle wohlfühlen. Unser 5-Punkte-Plan zeigt konkrete Wege auf, wie das gelingen kann.“
– Maïmouna Ouattara, Vorsitzende im Sozialausschuss, Grüne Fraktion Neukölln

Artikel kommentieren
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.